Joram Schirmaier thematisiert: Mit welcher Asana Seite beginnst Du?
Asana Seite: 3 Hilfreiche Tipps für Deine Yoga Praxis
Symbol des Vishuddhi Chakras, des Halschakras, im Yoga.
Vishuddhi: 7 hilfreiche Rituale für Deinen Alltag

Anahata

Das Herzchakra: Quelle von Mitgefühl und innerer Balance

Das Anahata (Herzchakra) ist das energetische Zentrum für Liebe, Mitgefühl und Verbindung. Es leuchtet traditionell in einem lebendigen Grün und sitzt in der Mitte der Brust – hinter dem Herzen entlang der Wirbelsäule. Anahata verbindet die körperliche mit der emotionalen Ebene und schafft so einen Raum für Empathie, Vergebung und inneren Frieden.

Wenn das Herzchakra in Balance ist, erleben wir größere Offenheit für Nähe, echte Verbundenheit und emotionale Ausgeglichenheit. Gerät es aus dem Gleichgewicht, können sich sowohl körperliche (z. B. Atembeschwerden, Kreislaufprobleme) als auch emotionale Symptome (z. B. Einsamkeit, Trauer, Beziehungsprobleme) zeigen.

Wofür steht Anahata genau?

Der Name Anahata bedeutet „das Unbeschädigte“ — ein Hinweis auf die ursprüngliche Offenheit dieses Chakras. Anahata ist eng mit dem Element Luft verbunden und wirkt über Atmung und Berührung. Hier ist das Ego zu Hause: im Herzraum begegnen sich Selbstbild und Beziehung, Geben und Empfangen — daher entstehen in diesem Bereich oft Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Mitgefühl. Die Farbe Grün steht symbolisch für die Lebenskraft, Heilung und Wachstum; sie ist die Farbe des Lebens, die Balance zwischen Geben und Nehmen sichtbar macht. Ein geöffneter Herzraum unterstützt Herz, Lunge und Schultern und schafft die Grundlage für echte Verbundenheit und innere Ganzheit.

7 praktische Wege, um Anahata zu stärken

  1. Mantra-Praxis „YAM“
    Wiederhole das Mantra YAM täglich 3–10 Minuten in einer ruhigen Sitzhaltung oder als Teil deiner Meditation. Der Ton wirkt beruhigend und schafft einen fokussierten Anker für den Herzraum.

  2. Bewusste Atemarbeit (Pranayama
    Nutze tiefe Bauchatmung gefolgt von langsamer Wechselatmung (Nadi Shodhana). Die Atmung öffnet das Brust- und Herzfeld und beruhigt das Nervensystem. (Bei Atem- oder Herzproblemen bitte behutsam üben.)

  3. Herzöffnende Asanas 
    Praktische Posen: sanfte Rückbeugen (z. B. Kamel in moderater Ausführung), Brücke oder liegender Herzöffner (Supta Bhujangasana-Varianten). Halte jede Pose 30–90 Sekunden und atme bewusst in den Brustkorb.

  4. Kleine Kontakt-Rituale im Alltag
    Übe konkrete Gesten der Verbindung: bewusstes Zuhören, Dankbarkeitsnotizen, eine kurze bewusste Berührung (z. B. Hand aufs Herz) am Morgen. Solche kleinen Rituale stärken die Beziehungsfähigkeit Schritt für Schritt.

  5. Sinnes-Unterstützung: Grün, Duft & Klang
    Setze grüntöne (Kleidung, Pflanzen), warme Düfte wie Rose oder Jasmin und ruhige, klangliche Elemente ein. Diese Sinnesreize unterstützen eine offene Herzhaltung und schaffen eine wohlige Praxisumgebung.

  6. Meditation & Visualisierung 
    Eine einfache Übung: setz dich, leg die Hände aufs Herz, atme tief und stell dir ein grünes, warmes Licht in der Herzmitte vor. Mit jedem Einatmen wird das Licht heller, mit jedem Ausatmen weitet es sich in Richtung Schultern und Armen.

  7. Körperliche & energetische Pflege: Tee, Öle, Edelsteine
    Unterstützend können beruhigende Tees (z. B. Melisse), ätherische Öle (Rose, Jasmin) und Edelsteine wie Jade oder Smaragd wirken — als Ergänzung, nicht als Ersatz für Praxis und innere Arbeit.

Symbol & Visualisierung

Das Symbol des Anahata ist klassisch ein zwölfblättriger Lotus in Grün, häufig mit zwei sich kreuzenden Dreiecken (Symbol für Harmonie zwischen Geben und Empfangen) oder mit einem herzförmigen Zentrum. Die Farbe Grün steht für Heilung, Ausgeglichenheit und Mitgefühl. 

Geführte Kurz-Meditation

  • Setze oder lege dich bequem. Leg die Hände auf den Brustkorb.

  • Drei tiefe Bauchatemzüge, dann 1–2 Minuten sanfte Wechselatmung.

  • Wiederhole innerlich 1–3 Minuten das Mantra YAM oder das Wort Mitgefühl.

  • Visualisiere ein warmes, grünes Licht, das mit jedem Atemzug größer wird. Beende mit einer sanften Umarmung der eigenen Schultern als physischem Anker.

Integration in den Alltag

Anahata profitiert von Regelmäßigkeit: kurze, tägliche Impulse (3–10 Minuten) sind oft effektiver als sporadische lange Sitzungen. Kombiniere Atem, Bewegung und kleine Kontakt-Rituale miteinander. Falls du deine Arbeit schrittweise aufbaust, kann die Reihenfolge MooladharaSwaddhistana →   Manipura Anahata sinnvoll sein.

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Ich bin Joram Schirmaier, Gründer von WellYo (ehemals Yoganism). Nach vielen Jahren intensiver Praxis und Lehrtätigkeit ist es mein Ziel, Menschen auf ihrem individuellen Weg zu mehr Wohlbefinden, Klarheit und innerer Balance zu begleiten. Dabei geht es mir nicht nur um Yoga auf der Matte, sondern um alltagstaugliche Impulse, die nachhaltig wirken. Ich glaube daran, dass jeder Mensch auf seine eigene Art glücklich werden kann – und sehe meine Aufgabe darin, diesen Weg mit Erfahrung, Präsenz und einem offenen Herzen zu unterstützen.

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